»Flotte für das Leben« wird erweitert

Auf beklebten Lastwagen wirbt der Verein Organtransplantierte Ostfriesland für mehr Aufklärung

Bisher beteiligen sich noch keine Unternehmen aus dem Rheiderland an der bundesweiten Aktion. »Das kann sich gerne ändern«, sagt 1. Vorsitzende Barbara Backer und hofft auf weitere Unterstützung.

Von Tim Boelmann

MOORMERLAND. Die »Flotte für das Leben« ist angerollt und wird schon bald erweitert: Bisher sind 200 beklebte Lastwagen und Busse quer durch Deutschland unterwegs, um über das Thema Organspende zu informieren. In den nächsten Wochen sollen weitere 50 Fahrzeuge als »rollende Leinwände« Aufklärungsarbeit leisten. Die Fahrer haben Organspendeausweise an Bord. Und jeder Fahrzeugführer hat auch Briefumschläge mit Infomaterialien und Ausweisen für mögliche neue Spender dabei.

»Mit der Resonanz sind wir sehr zufrieden. Wir haben Rückmeldungen aus ganz Deutschland erhalten «, sagt Barbara Backer im RZ-Gespräch. Sie ist die 1. Vorsitzende des Vereins Organtransplantierte Ostfriesland und würde sich auch über Unterstützung aus dem Rheiderland freuen. Bisher beteiligen sich noch keine Firmen an dem Projekt. Barbara Backer hofft, dass sich das noch ändern wird. »Organspende ist ein wichtiges Thema. Wir wollen, dass die Leute die Lkw sehen und sich damit beschäftigen. Die Aktion geht vom Landkreis Leer in die ganze Bundesrepublik. Das ist einfach großartig«, sagt Barbara Backer.

Derzeit warten in Deutschland mehr als 10.000 Patienten auf ein Spenderorgan. Ziel des ostfriesischen Vereins ist es, Menschen vor und nach einer Organtransplantation zu begleiten und in der Öffentlichkeit über das Thema Organspende zu informieren. Der Verein kümmert sich um Wartepatienten, Transplantierte, ihre Angehörigen und Freunde. »Es geht um Erfahrungsaustausch, gegenseitige Unterstützung und Hilfe«, sagt Barbara Backer.

 

Die CDU- Bundestagsabgeordnete  Gitta Connemann unterstützt die Aktion als Schirmherrin. »Jeder sollte  einen Ausweis haben. Mit einem Ja oder Nein schafft man Klarheit. Gerade für die Angehörigen ist das eine große Hilfe. Wir hoffen natürlich auf ein Ja. Denn die Zahl der Spender geht zurück. Dabei kann es jeden treffen. Und jede Spende kann mehrere Leben retten«, so die Christdemokratin.

Auf eine weitere finanzielle Unterstützung in Höhe von 5000 Euro kann der Verein für Organtransplantierte vom Landkreis Leer hoffen. Darüber wird auf der Sitzung des Kreisausschusses für Arbeit, Soziales und Gesundheit am Montag entschieden. »Der Landkreis sieht in dieser Aufklärungskampagne eine wichtige Maßnahme, um Menschen dazu anzuregen, über die Möglichkeit einer Organspende nachzudenken und einen Organspendeausweis auszustellen«, heißt es in dem Antrag.

Quelle: Rheiderländer Zeitung vom 24. Februar 2017 – Danke, dass wir den Artikel nutzen dürfen.

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